Product Description Der Wissenschaftler Bruce Banner (Eric Bana) hat, gelinde gesagt, ein Problem mit seiner Selbstbeherrschung. Als brillanter Forscher im Bereich richtungweisender Gentechnologie lebt er ein scheinbar ruhiges Leben, hinter dessen Fassade sich jedoch eine vergessene und schmerzhafte Vergangenheit verbirgt. Seine Exfreundin und ebenso brillante Kollegin Betty Ross (Jennifer Connelly) war Bruces verkrampfte, emotional versperrte Art müde, und so beschränkt sie sich darauf, an seinem Leben nur noch als interessierte Beobachterin teilzuhaben. Genau aus dieser Warte betrachtet sie so auch eines der frühen wissenschaftlichen Experimente zu Banners Bahn brechenden Forschungen. Ein simples Versehen führt zu einem explosiven Unfall und im Bruchteil einer Sekunde wird Banner zum Helden. Er rettet ein Leben und kommt scheinbar unbeschädigt mit seinem davon, obwohl er eine normalerweise tödliche Dosis Gammastrahlen abbekommen hat. Doch irgendetwas ist passiert. Undefinierbare Nachwirkungen und Blackouts gehören nach diesem fehlgeschlagenen Experiment auf einmal zu seinem Leben. Banner spürt, dass sich etwas in ihm regt, etwas Fremdes, das sich gleichzeitig vertraut anfühlt - gefährlich und doch auf geheimnisvolle Weise reizvoll. Zur gleichen Zeit wütet ein riesiges und unglaublich starkes Wesen, das als Hulk bekannt wird, durch die Stadt und hinterlässt bei seinen sporadischen Auftritten regelmäßig eine Schneise der Verwüstung: merkwürdig vor allem das Schlachtfeld in Banners Büro oder die mannshohen Löcher in den Wänden seines Hauses. Das Militär wird eingeschaltet, angeführt von Bettys Vater General "Thunderbolt" Ross (Sam Elliott) und
Aus der Amazon.de Redaktion Erstaunlicherweise schafft es Ang Lees Hulk ganz gut, allgemeines Vergnügen zu bereiten. Der neuste Film aus einer ganzen Reihe von Marvel-Comic-Adaptionen berücksichtigt bei der zeitgemäßen Umsetzung die Geschichte des Charakters, der auf das Jahr 1962 zurückgeht. Die Entstehung Hulks in diesem Film ist weiterhin mit der Ikonografie der 1960er von Bombentests und militärischen Wüstentestbasen verbunden, aber diese neue Aufmachung vermischt Genmanipulation mit Gammastrahlung und lässt nie vergessen, dass der arme Bruce Banner (Eric Bana) psychisch von seinem verrückten Vater (Nick Nolte) und seiner enttäuschten Freundin (Jennifer Connelly) beeinflusst wurde, sich von einem unterdrückten Feigling in ein riesiges grünes Kraftpaket zu verwandeln, noch lange bevor die Wissenschaft zum Zug kommt. Der Macher von Der Eissturm, der in Tiger & Dragon die Muskeln spielen ließ, belebt das lange erste Drittel mit comicähnlichen Split-Screen-Effekten und einer Reihe von Vorahnungen -- immer wieder findet Lee Gründe, Banas Gesicht grün zu belichten -- aber er fängt auch das menschliche Drama ein. Bei den Jekyll-und-Hide-Zuckungen Banners waren die CGI-Jungs von ILM dran, die Bana als Vorlage für die umfassendste Realisierung eines digitalen Charakters benutzten, die je auf Film gebannt wurde. Comicfans werden begeistert sein: Ein glaubhafter, supergewandter, grüner Koloss, ein wahres Riesentier, verstrickt sich nachts im Wald in einen Kampf mit mutierten Killerhunden (darunter ein äußerst bösartiger Pudel), platzt sozusagen aus einem Gefängnis in einer geheimen unterirdischen Basis, knöpft sich die amerikanische Militärmacht vor und stampft dabei in einer Wüste im Südwesten der USA herum, bevor er schließlich für schlagkräftige Hulk-Zerstörungsaktionen in San Francisco einmarschiert. Wie in den Comics wird auch hier heruntergespielt, dass es Tote gibt, und unglaubliche Momente -- zum Beispiel ein Ausflug in die Stratosphäre -- gehören einfach dazu. Ein Problem mit diesem Charakter ist es, glaubhafte Bedrohungen zu finden, gegen die er sich zur Wehr setzen muss. Ang Lee ändert Stan Lee hier ganz schlau und vermischt Banners missbrauchenden Vater mit dem ewigen Bösewicht "Absorbing Man", um einen angemessenen Gegenspieler für die abschließende Auseinandersetzung zu schaffen. Dieser Film ist kunstvoll und unterhaltsam, faszinierend und explosiv und gehört zu den gelungensten Superhelden-Filmen. --Kim Newman
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